Jegerczyk Norbert, POK Duderstadt, 09.12.05
Beauftragter Einsatztraining
Bundespolizeiabteilung
Duderstadt

Teilnehmer/innen des Danvorbereitungslehrgang bei der Bundespolizei in Duderstadt 2005
Die Bewältigung von
alltäglichen polizeilichen Einsatzlagen und den sich daraus entwickelnden
eskalierenden Situationen war Thema der Einsatztrainer Fortbildung bei der
Bundespolizeiabteilung
Duderstadt.
Der zweite Schwerpunkt lag in der Erweiterung der persönlichen praktischen Handlungskompetenz,
die ihre Krönung in der am 09.12.05 durchgeführten Prüfung zum Erwerb des schwarzen Gürtels im
Ju Jutsu (Selbstverteidigung) fand.
Neben polizeifachlichen und praktischen Fertigkeiten wurde hier von den Prüflingen Selbstverteidigung
in Perfektion und ein Einblick in Kampfkunst mit akrobatisch anmutenden Technikteilen geboten.
Erfahrungsaustausch aus der Praxis und für die polizeiliche Praxis stellte den dritten Schwerpunkt der
Fortbildungsveranstaltung dar.Vom 05.12.05 bis zum 09.12.05 trainierten 22 Teilnehmer unter der
Leitung von POK Norbert Jegerczyk (4. Dan Ju Jutsu) Beauftragter für Einsatztraining der
Bundespolizeiabeilung Duderstadt.
Als Hauptreferent agierte Heinrich Conrads POK im BGS a.D. Als Träger des 7. Dan Ju Jutsu und in
seiner Funktion als Lehr- und Prüfreferent des Niedersächsischen Ju Jutsu Verbandes stellte er den
Prüfungsvorsitzenden. Er wurde unterstützt von POK Hubert Gensich vom Bundespolizeiamt Hannover
und Michael Fiedler Justizbeamter aus Wolfenbüttel, beide Träger des 5. Dan Ju Jutsu.
Die Teilnehmer setzten sich zusammen aus Beamten der Justiz aus Wolfenbüttel, Hannover und Göttingen,
Polizeibeamte aus Thüringen, Hessen und Niedersachsen, Bundespolizeibeamte aus dem
Bundespolizeipräsidium Nord und Mitte sowie den Einsatztrainern der Bundespolizeiabteilung Duderstadt
und einigen Gästen aus Duderstadt und Niedersachsen..
Das gezeigte Leistungsbild kann man von gut bis sehr gut beschreiben. Sportliche Fitnis und technische
Finesse zeichneten die Teilnehmer aus. Zehn Sportler und Einsatztrainer stellten sich der Prüfung. Die
jüngste Teilnehmerin mit 18 Lebensjahren und einzige Frau und mit 50 Jahre dem ältesten Teilnehmer der
Fortbildungsveranstaltung.
Fünf Tage wurden eskalierende Angriffssituationen trainiert. Angriffe mit Waffen und gefährlichen
Gegenstände,wie Glasflasche, Baseballschläger, Kette und Schusswaffenbedrohung wurden unter Einsatz
von Einsatzmitteln Einsatzstock, Pfefferspray und Schusswaffe abgewehrt. Ein oder mehrere Angreifer
unter Kontrolle gebracht. Waffenlose Verteidigung wurde in Übungs- und Trainingsform verfeinert.
Besonders deutlich wurde dies in der Umsetzung am Prüfungstag durch Polizeihauptkommissar Jürgen
Kusebauch aus dem Bundespolizeipräsidium Mitte Aus- und Fortbildungszentrum in Eschwege vor Augen
geführt. In seiner erfolgreichen Prüfung zum 5. Dan Ju Jutsu zeigte er in vierzehn Prüfungsfächern sehr gute
Leistungen. Abgerundet wurde dieses Bild durch das Prüfungsfach der Spezialisierung, in dem er als
Bundespolizeibeamter in Einsatzuniform in zwanzig Situationen den Umgang mit den in der Bundespolizei zur
Verfügung stehenden Einsatzmitteln meisterlich demonstrierte. Effektiver, ökonomischer und verhältnismäßiger
Einsatz der Hilfsmittel, vom Kugelschreiber, Taschenlampe, Einsatzmehzweckstock (Tonfa) bis zur Stahlfessel
und seine waffenlosen Fertigkeiten überzeugten das Prüfungsgremium, alle anwesenden Teilnehmer und Beobachter.
Im Gesamtergebnis erreichten fünf Teilnehmer den 1. Dan, zwei Teilnehmer den 2. Dan, zwei
Teilnehmer den 3. Dan, ein Teilnehmer den 4. und ein Teilnehmer den 5. Dan Ju Jutsu.
PHK Jürgen Kusebauch BPOLAFZ M zum 5. Dan JJ
Reiner Baum zum 4. Dan JJ
POM Karsten Rutter BPOLI Hannover zum 3. Dan JJ
POM Bernhard Blum PSt Worbis zum 3. Dan JJ
Ralf Drinkmann zum 3. Dan JJ
Gerald Eckert zum 2. Dan JJ
Sven Gensig zum 2. Dan JJ
Silvio Dreier zum 1. Dan JJ
Yvonne Gensig zum 1. Dan JJ
Bernd Bertelmann zum 1. Dan JJ
Dr. Christian Baumgärtel zum 1. Dan JJ
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